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Im Juni 1987 begann eine Brandserie in Petterweil, die bei den Petterweiler Brandschützern für reichlich Arbeit sorgte. Glücklicher Weise wurde bei diesen Bränden niemand verletzt und es kam "nur" zu Sachschäden.
Die Brandserie begann am 9.6.1987. Ein an einer Scheune liegender Misthaufen fing Feuer. Die Feuerwehr konnte mit 5 Einsatzkräften den Brand rasch unter Kontrolle bringen und den Brand binnen einer halben Stunde gänzlich löschen.
Doch jetzt schien der Ergeiz des Brandstifters erst recht geweckt. Bereits am 11.6.1987 brannte in einer Kleingartenanlage ein Wohnwagen. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit zwei C- Rohren, konnte aber nicht verhindern, daß der Wohnwagen ein Raub der Flammen wurde. Im Zuge der Brandbekämpfungsmaßnahmen wurde eine Propangasflasche geborgen. Hier war die Feuerwehr Petterweil mit 14 Einsatzkräften ca. einer Stunde beschäftigt. Wehrführer Otto Weber führte hier den Einsatz. Noch während dieses Einsatzes ging eine weitere Feuermeldung ein. Die Abdeckplane eines Autos war offentsichtlich angezündet worden, konnte aber vom Besitzer gelöscht werden. Hier kontrolliete die Feuerwehr die Brandstelle nur.
Am 13.6.1987 bemerkte die Eigentümerin der ortsansässigen Gärtnerei Klötzl, daß aus einem ihrer Gewächshäuser Flammen schlugen. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr und begann mit Löschversuchen. Diese zeigten ihre Wirkung, denn die Feuerwehr brauchte nur die Einsatzstelle zu kontrollieren und kleinere Glutnester abzulöschen. Doch die Freude über den glimpflichen Ausgang dieser Situation währte nicht lange, denn gleichzeitig ging in der Kleingartenanlage in der zwei Tage zuvor der Wohnwagen gebrannt hatte einer Gartenhütte in Flammen auf. Die Feuerwehr eilte sofort zur Brandstelle und versuchte zu löschen was noch zu löschen war. 17 Einsatzkräfte waren bei diesem Einsatz dabei.
Den unrühmlichen Höhepunkt fand die Brandserie am 14.6.1987. Auf einem Aussiedlerhof der in Richtung der Pfadfinder lag ging Stroh, das in einer Scheune gelagert war in Flammen auf. Die Feuerwehr Petterweil war mit 17 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden sie von den Wehren aus Groß Karben und Kloppenheim. Unter der Einsatzleitung von Wehrführer Otto Weber versuchte man mit 2 B- Rohren und 3 C- Rohren der Flammen Herr zu werden.
Leider fiel der Verdacht wer der Täter sein könnte sehr schell auf eine Mitglied der eigenen Jugendfeuerwehr. Dieser war von Einsatzkräften immer wieder bereits kurz nach Eintreffen der Feuerwehr an den Brandstellen beobachtet worden. Um die Lage nicht zur Eskalation zu bringen suchte der damalige stelvertretende Jugendwart zusammen mit dem Wehrfürer das direkte Gespräch mit den Eltern des Jungen. Diese schienen vom Verdacht der Feuerwehrleute nicht überrascht und zeigten sich betroffen der Tatsache gegenüber, daß ihr Sohn tatsächlich der Verursacher dieser Brandserie sein könnte. Bereits ein Woche später erschien der Junge nicht mehr zu den reglmäßigen Treffen der Jugnedfeuerwehr. Über seinen Verbleib kann nur soviel Auskunft gegeben werden, daß er von seinen Eltern in ein Internat gegeben wurde. Die Brandserie endete daraufhin so plötzlich wie sie begonnen hatte.
Seid dem ist so etwas in Petterweil nicht wieder vorgekommen.
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