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Einen recht ungewöhnlichen, aber besonders erwähnenswerten Einsatz hatten die petterweiler Brandschützer vom 16.5.1987 bis zum 18.5.1987 zu bewältigen. Am 16.5.1987 gegen 16 Uhr staunten die Bürger aus Petterweil nicht schlecht. Aus den Wasserhähnen kam nicht wie gewohnt das "gute petterweiler Wasser" sondern eine braune stinkige Brühe die natürlich nicht getrunken werden konnte.
Aufgrund der eingehenden Meldungen gab die Polizei sofort Giftalarm und warnte die Bevölkerung via Lautsprecherwagen das Wasser auf keinen Fall zu trinken oder an Tiere zu geben. Diese dachten auch garnicht daran das Wasser anzurühren. Bereits 30 Minuten nach der Alarmierung meldeten die petterweiler Lebensmittelhändler und Kioskbesitzer: "Mineralwasser ausverkauft".
Erste Vermutungen bezüglich der Ursache gingen dahin, daß evtl. eine Chemikalie das Trinkwasser verunreingt haben könnte. Messungen der Firma Fresenius verliefen dahingehend negativ.
Die Feuerwehr Petterweil, die von Wehren aus Karben untersützt wurde versorgte die Bürger mit Wasser aus dem Löschwassertank des LF 16. Dieses Wasser musste zur Sicherheit trotzdem nochmal abgekocht werden. An 3 Punkten in Petterweil hatte sich die Feuerwehr postiert und "Wasserzapfsäulen" eingerichtet. Die petterweiler Bürger standen Schlange um an frisches Wasser zu kommen. Denn auch wenn sie das Wasser nicht unbedingt trinken wollten, so konnten sie es sehrwohl zum waschen gebrauchen.
Der Einsatz dauerte für die Feuerwehr verhältnismäßig lange. So war man an 3 Tagen mit insgesamt 32 Einsatzkräften 31 Einsatzstunden damit beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger mit Frischwasser zu versorgen.
Die Ursache für die Verunreinigung konnte schließlich auch ausgemacht werden. Im petterweiler Wasserwerk war eine Pumpe durchgebrannt. Dadurch waren Dichtungen verschmort und so konnte ca. 6 Liter Schmierflüssigkeit in das Leitungsnetz geraten. Der starke Geruch konnte wohl auf die entstandenen Dämpfe beim Schmorvorgang zurückgeführt werden.
Etwas positives hatte dieser Vorfall für die Petterweiler dann doch noch. Der Magistrat erließ den Bürgern je Wasserzälher 3 Kubikmeter Wasser und die Kanalgebühren in der Jahresabrechnung für das Jahr 1987.
Für die petterweiler Brandschützer ein weiterer Einsatz über den man noch heute gerne redet.
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